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Mediation im öffentlichen Raum / Umweltmediation
 

 
 
 
Was ist 'Umweltmediation' ?

 

Umweltmediation - auch Mediation im öffentlichen Raum genannt - ist nicht immer eine 'Mediation' im gesetzlichen Sinn; es fehlen oft Faktoren wie Vertraulichkeit, durchaus auch Freiwilligkeit.

Was diese Art des konstruktiven Dialogs mit der Mediation verbindet sind zahlreiche Elemente, Methoden und Einstellungen.

Gesetzliche Regelungen

Eine gesetzliche Regelung gibt es im 'Bundesgesetz über die Prüfung der Umweltverträglichkeit (Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 - UVP-G 2000)':

"§ (2) Zeigen sich im Zuge des Genehmigungsverfahrens große Interessenkonflikte zwischen dem Projektwerber/der Projektwerberin und den sonstigen Parteien oder Beteiligten, kann die Behörde das Verfahren auf Antrag des Projektwerbers/der Projektwerberin zur Einschaltung eines Mediationsverfahrens unterbrechen. Die Ergebnisse des Mediationsverfahrens können der Behörde übermittelt und von dieser im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten im weiteren Genehmigungsverfahren und in der Entscheidung berücksichtigt werden."

 
 
Beispiele für Umweltmediation

 
 
 
Mediationsverfahren Siebensternplatz
 

Mediationsverfahren Siebensternplatz, Pilotprojekt im Rahmen des EU Life-Umwelt-Projektes SYLVIE 'Systematische Lärmsanierung von innerstädtischen Wohnvierteln'





 
 
Flughafen Wien
 

Zeitungsberichte

 
 
Der Golfplatz in Telfs
 

Das Vorhaben, am Zimmerberg in Telfs einen Golfplatz zu errichten, wurde seinerzeit sehr kritisch aufgenommen und führte im Mai 2002 zu einer Volksbefragung, in der der Golfplatz mehrheitlich abgelehnt wurde. In weiterer Folge entschied sich im Herbst 2002 der Telfer Gemeinderat einstimmig, diesen unaufgelösten Konflikt im Rahmen einer Mediation zu bearbeiten und dabei auch die weitere Entwicklung des westlichen Telfer Naherholungsgebietes zur Diskussion zu stellen.
Einen Bericht darüber können SIe über diesen Link lesen.

 
 
Masterplan Verkehr 2003
 

  Logo des 'Masterplan Verkehr 2003' - Link zur Homepage NORDOST-UMFAHRUNG - Ergebnisse des BürgerInnendialogs
 

 

 
 
Partizipation im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft
 

Logo der Website 'Partizipation & Nachhaltige Entwicklung in Europa' FALLBEISPIELE - Partizipation & Nachhaltige Entwicklung in Europa: Informationswebsite des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Diese Website bietet Informationen über das Thema Partizipation und Nachhaltige Entwicklung in Europa an und enthält zahlreiche interessante Fallbeispiele, die vor allem sehr systematisch dargestellt sind.
 

 

 
 
Mediationsverfahren Landwehrkanal Berlin
 
Logo des Mediationsverfahrens Landwehrkanal/Berlin Mediationsverfahrens Landwehrkanal/Berlin: Zur Zukunft des Landwehrkanals in Berlin wird seit Herbst 2007 ein Mediationsverfahren durchgeführt . Das zentrale Gremium des Verfahrens ist das Mediationsforum. In seiner ersten Sitzung am 19. November 2007 hat es sich konstituiert.
 
 
 
Mediationsverfahren 'Runder Tisch Schlösslgründe'
 
Einigung in Jedlesee: Mediationsverfahren bringt einvernehmliche Lösung Alle am Verfahren Beteiligten unterzeichnen Vereinbarung Pläne zu einem Wohnbauprojekt führten im Jahr 2008 in Floridsdorf im Bereich Jedlesee zu Konflikten, die man seit Mai 2009 in einem Mediationsverfahren zu lösen versuchte. Am 25. November 2009 gaben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des „Runden Tisches Schlösslgründe“ bekannt, dass nach 7 Monaten und 9 Gesprächsrunden eine Einigung über die Zukunft einer 20.000 m2 großen Fläche erzielt werden konnte. An den Gesprächsrunden, die von einem Mediatorenteam geleitet wurden, nahmen zwei Vertreter des Grundeigentümers Stift Klosterneuburg, je ein Vertreter der beiden Bauträger ÖVW und Sozialbau, sechs Vertreter der Bürgerinitiative Jedlesee, je ein Vertreter der Pfarre Maria Loretto und der Erzdiözese Wien und je ein Vertreter der politischen Parteien in Floridsdorf teil. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen mussten alle am Verfahren Beteiligten ihre Kompromissfähigkeit in teils emotionalen Diskussionen immer wieder beweisen. Wie sieht die Lösung aus?
Unterlagen zum Mediationsverfahren Schlösslgründe

 
 
Anbieter, Seminare, Ausbildung

 
 
 
Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich
 
Mediationsverfahren im Umweltbereich finden in Deutschland heute nur parallel bzw. im Vorfeld von gesetzlich vorgesehenen Verwaltungsverfahren statt, wobei die dabei gewonnenen Erkenntnisse erst durch die entsprechenden Entscheidungsträger umgesetzt werden müssen. Dies birgt allerdings immer ein gewisses Risiko, und so stellt sich die Frage, ob eine Integration in den herkömmlichen Verfahrensablauf der Zulassungs- und Genehmigungsverfahren möglich ist.
 
 
 
Joanneum - Forschung zur Mediation im öffentlichen Bereich
 
Logo der Forschungseinrichtung Joanneum Research - Link zur Seite über die Mediation im öffentlichen Bereich Das Einsatzgebiet der Umweltmediation umfaßt Auseinandersetzungen im öffentlichen Bereich, etwa bei energie-, abfall- oder verkehrspolitischen Vorhaben (z.B. Errichtung von Müllverbrennungsanlagen, Autobahnbau, Infrastrukturmaßnahmen). Das sind Vorhaben, die aufgrund ihrer Dimensionen (Anzahl der betroffenen BürgerInnen, potenzielle Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen) im öffentlichen Interesse stehen, über die jedoch Politik oder Verwaltung zu entscheiden haben. Die bisher üblichen Lösungsansätze bei Umweltkonflikten verliefen hauptsächlich über behördliche Genehmigungsverfahren (Verwaltungsverfahren) bzw. Gerichtsverfahren. Hauptkritikpunkte dieser Konfliktregelungsmechanismen betreffen:
  • einen mangelhaften Informationsaustausch zwischen Experten, Laien, Verwaltung, Projektträgern und Betroffenen, sowie den fehlenden offenen Dialog zwischen diesen Gruppierungen
  • die mangelhaften Möglichkeiten der BürgerInnen, sich aktiv an Entscheidungen zu beteiligen, die ihren unmittelbaren Lebensbereich betreffen. Die Beteiligungsmöglichkeiten im Planungsprozeß sind nur selektiv und zu einem sehr späten Zeitpunkt vorhanden.
  • eine mangelhafte Kommunikationsfähigkeit der Beteiligten an öffentlichen Planungsprozessen aufgrund einer Kommunikationskultur, die oftmals hierarchisch, konfrontativ und eskalationsfördernd ist.

 
 
 
ARC systems research
 
Logo der ARC Systems Research - Link zur Seite über die Mediation im öffentlichen Bereich ARC systems research (Seibersdorf Gruppe): Das Geschäftsfeld Regionalforschung war gemeinsam mit dem Geschäftsfeld Umweltplanung sowohl in UVP-Verfahren als auch im derzeit größten europäischen Mediationsverfahren zur Erweiterung des Flughafens Wien-Schwechat beteiligt.

Das interdisziplinäre Expertenteam leistete im VIE-Mediationsverfahren eine inhaltliche Prozessunterstützung und trug damit wesentlich zum Aufbau einer gemeinsamen Wissens- und Entscheidungsbasis bei.
 
 
Institut Retzl / Projekt-Umfeld-Management
 
Titelblatt des Unternehmensfolders des Instituts Retzl Die Institut Retzl GmbH ist ein privates Forschungs- und Beratungsinstitut. Es ist in die Geschäftsbereiche 'Gemeindeforschung' und 'Unternehmensberatung' gegliedert.
'Als unabhängiges Institut beraten und unterstützen wir Politik (Bund, Länder, Gemeinden und Regionen), Wirtschaft sowie Institutionen und Organisationen im Profit- und Non-Profit-Bereich. '
 
 
 
Literatur

 

Es ist unser Ziel, dass verhärtete Konflikte und langjährige Genehmigungsverfahren bei umweltrelevanten Vorhaben auch durch den Einsatz von Umweltmediation der Geschichte angehören, so Umweltminister Dipl. Ing. Josef Pröll anläßlich der Präsentation der im Auftrag seines Ministeriums erstellten Studie 'Umweltmediation im österreichischen Recht: Grundlagen - Potential - Instrumente'.

Link zum Tagungsband des Symposiums 'Environmental Mediation in Europe', 22/23.11.2001, Vienna Symposium 'Environmental Mediation in Europe', 22/23.11.2001, Wien - Tagungsband
 

 

Logo von OeGUT - Link zum Bericht 'umweltmediation praktische erfahrungen in Österreich (Okt.1999) Bericht 'umweltmediation praktische erfahrungen in Österreich (Okt.1999)
 

 

Titelseite des Buchs 'Umweltmediation' von Gerhart C. Fürst - Link zur Bestellung bei Amazon

Umweltmediation
Methoden, Verfahren, Lösungswege für Entscheidungsträger und Mediatoren von Gerhart C. Fürst (2004), Verlag: Manz'sche Verlags- u. Universitätsbuchhandlung ISBN: 3214006266



Logo des Landes Nieder6ouml;sterreich - Link zur Erklärungsseite UVP/Mediation Das Land Niederösterreich bietet eine detaillierte UVP-Darstellung mit einer Auflistung der Unterschiede zwischen Mediation und UVP.

Logo des Fördervereins Umwelt e.V. - Link zum STUDIENBRIEF UMWELTMEDIATION STUDIENBRIEF UMWELTMEDIATION: Mit Vorliegen dieses Studienbriefs wird erstmals eine Möglichkeit geboten, sich umfassend und systematisch, im Eigenstudium oder im Rahmen des dazugehörigen Seminarprogramms, mit dem Verfahren der Umweltmediation vertraut zu machen.

Fuchs, Gerd; Hehn, Marcus: Umweltmediation. Herausgegeben vom Förderverein Umweltmediation e.V. Bonn, 1999, 2. Aufl., 49 Seiten ISBN: 3-934494-00-5 Der Leser/die Leserin erfährt, wie Mediation in den Kontext von Verwaltungsverfahren, politischen Entscheidungen und Anwendungsfeldern eingebunden werden kann, wie sich Mediation von anderen partizipativen Verfahren (Moderation, Zukunftswerkstatt, Planungszelle, Zukunftskonferenz) unterscheidet, welches die theoretischen Leitbilder (Harvard-Konzept und Transformationsansatz) sind und wie eine Mediation als Verfahren gestaltet wird. Drei Fallbeispiele illustrieren die Darstellung: "Interstate 90" (USA), "Verkehrsforum Heidelberg", "runder Tisch Bremen".
[Download des Forschungsberichts]

"Standards für Umweltmediation" [mehr]

Broschüre UMWELTMEDIATION zum Download

 
 
Einsatz von IT-/Webtools in der Politik
 

Vivomondo bietet ein umfangreiches Paket für die Präsentation von Gemeinden im Internet. Bürgerinnen und Bürger sind auch aufgefordert, selbst Beiträge zu gestalten, es gibt eine eigene 'Seitenblicke'-Seite für jede Gemeinde.
[Beispiel: Wörgl]

 
 
Nachhaltigkeit
 

Bild eines Bben, der dem Vater beim Zusammenbauen eines Solardörrer hilft Solardörrer Selbstbau im Wald4Tel - und viele andere interessante Beiträge aus dem Fundus von Studenten der Universität für Bodenkultur in Wien.

[Zum Nachhaltigkeits-Blog]