25 gute Gründe, den Beraterjob an den Nagel zu hängen ...
- Du fragst den Kellner nach seiner Kernkompetenz.
- Du entscheidest Dich, Deine Familie zu reorganisieren und rollenbasierte
Teambildung, Task-Forces, einen partizipativen Führungsstil und
Zielvereinbarungen einzuführen.
- Du notierst Dir private Termine als Marketing- und
Akquiseveranstaltungen.
- Du kannst das Wort 'Paradigma' buchstabieren.
- Du weißt sogar, was es bedeutet.
- Du schreibst Management-Summaries auf die Rückseite Deiner
Einkaufszettel.
- Du glaubst daran, dass Du im Leben niemals echte Schwierigkeiten hattest
es gab lediglich Herausforderungen, Chancen, Issues, großartige Aufgaben,
Verbesserungspotenziale und unglücklich geschnittene Prozesse.
- Du kennst jedes (und zwar wirklich jedes) noch so kleine Clip-Art in
Powerpoint.
- Du erklärst deinem Kundenbetreuer bei der Bank, dass Du nicht
hoffnungslos verschuldet bist, sondern ein echter 'high potential' mit
Aussichten auf 'out-performing revenues'.
- Du betrachtest deine Mahlzeiten als notwendige Sekundär-Prozesse zur
Sicherstellung Deiner Produktivität.
- Du bezeichnest Deine bessere Hälfte als deinen Co-CEO.
- Alle Deine Geschichten beginnen wie 'als wir damals im Projekt bei der
Blabla' oder 'und dann hatte unser Team diese grandiose Idee mit dem
Sabber-Sabber' oder 'eines meiner erfolgreichsten Projekte begann, als ich
rhabarber-rhabarber'.
- Du glaubst fest daran, dass Deine besten, großartigsten und
erfolgreichsten Charts jene waren, die in nur fünf Minuten entstanden sind.
- Du bestehst darauf, noch mehr Markt- und Zielgruppenforschung zu
betreiben, bevor du den Produktionsprozess für ein weiteres Kind anstößt.
- Deine 'Deliverables' und 'Objectives' für Samstag sind Wäsche waschen,
Kühlschrank auffüllen, Müll rausbringen, Altpapier entsorgen, Blumen gießen,
Einkaufen, Briefkasten ausleeren, Bügeln, Putzen, Koffer ausleeren, Koffer
für Montag packen, Unterlagen sortieren.
- Du benutzt Worte wie 'Mehrwertgenerierungspotenzial',
'Effizienzsteigerungspotenzial' und Phrasen wie 'die strategischen
Herausforderungen der elektronischen Zukunft meistern' ohne rot zu werden.
- Du gibst deinem Hund konstruktives Feedback.
- Du lädst Freunde ein, um den Film 'Interdependence Day' mit anzusehen.
- Der Wechsel einer Freundin oder Ehefrau ist lediglich ein
Release-Wechsel, neue Beziehungen werden als Merger penibel mit einem
Programm für das Change-Management geplant.
- Du trennst Dich nicht von einem Partner, sondern initiierst einen
Outplacement-Prozess. Wieso eigentlich Partner? Du entscheidest Dich im
Sinne der Eindeutigkeit dafür, diesen in Zukunft als LAB zu bezeichnen
(Lebens-Abschnitts-Begleiter). Denn: bei dem Wort 'Partner' fällt dir nur
eine Führungsposition in einem Consulting-Unternehmen ein.
- Du entwirfst für den monatlichen Hausputz jedes Mal einen Projektplan in
Microsoft-Project und ärgerst Dich über die elende Ressourcenverwaltung.
- Dein Co-CEO sieht Dich jedes Mal verwundert an, wenn Du nach dem
dilettantischen Projekt-Controlling fragst und warum der Hausputz wieder
nicht in-time und auch nicht in-budget in zufriedenstellender Qualität
durchgeführt wurde.
- Die Bitte Deiner Kinder, die neue Sony Play-Station zu kaufen, wird mit
der Begründung abgelehnt, diese passe nicht in die strategische Ausrichtung
deiner Haushalts-IT.
- Du ertappst Dich auch immer öfter dabei, Fragen zu beantworten, die
niemand gestellt hat und die auch noch jenseits Deiner Kompetenz liegen.
- In diesen Dingen hast Du auch schon längst den Glauben an das
'Peter-Prinzip' verloren. Du glaubst statt dessen an die These der
Hyper-Inkompetenz, die jenseits der von Peter postulierten, maximal
möglichen Inkompetenz zu finden ist und weißt: da will ich hin!
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