OMV - 1. CO2-neutrales Rally-Team

Foto eines von der OMV gesponserten Rennwagens - Link zum Artikel OMV - 1. CO2-neutrales Rally-Team [17.04.2007]
Das OMV Kronos Citroën World Rally Team ist das erste CarbonNeutral® Rally-Team der Welt.
DIE OMV, Mitteleuropas führender Öl- und Erdgaskonzern, hat nach nach dem weltweit erstmaligen Einsatz eines erdgasbetriebenen Mitsubishi Lancer Evo VI in der österreichischen Rallymeisterschaft 2006 wieder ein neues Zeichen gesetzt.

In Zusammenarbeit mit The CarbonNeutral Company wurden alle C02-Emissionen für die Saison 2007, die das OMV Kronos Citroën WRT betreffen, kalkuliert und bestmöglich reduziert. Verbleibenden Emissionen werden durch Ausgleichsprojekte, die den entsprechenden Level an C02 einsparen, neutralisiert. Somit ist das OMV Kronos Citroën World Rally Team das erste CarbonNeutral® Rallyteam weltweit.

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Emissionsberatung (Kyoto-Ziele)
 

Das Kyoto-Ziel

Mit 16. Februar 2005 trat das Kyoto-Protokoll in Kraft. Dieses Protokoll sieht eine Verminderung der Treibhausgasemissionen der Europäischen Union um 8 % vor. Für Österreich gilt aufgrund EU-interner Regelungen ein Reduktionsziel von 13 %. Das Kyoto-Ziel bezieht sich dabei auf den Durchschnitt der Verpflichtungsperiode 2008- 2012 im Vergleich zum Kyoto-Basisjahr 1990.

 
 

Um welche Gase geht es da? Tonnen Ausstoß 1990
Kohlendioxid (CO2) 61,9
Methan (CH4) 9,2
Lachgas (N2O) 6,3
fluorierten Gase (teilfluorierte (HFKW) und vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) sowie Schwefelhexafluorid (SF6) 1,6
Gesamte Treibhausgase 79,1

 

 
Was passiert, wenn die Ziele nicht erreicht werden?

Dann ist die Differenz in Geld zu bezahlen:
  • Die Sanktion bei Unterdeckung (in erster Handelsperiode 2005-2007): € 40,00 / to CO2 und zusätzlich Nachkauf der fehlenden Tonnen CO2.
  • Die Sanktion bei Unterdeckung (in zweiter Handelsperiode 2008-2012): € 100,00 / to CO2 und zusätzlich Nachkauf der fehlenden Tonnen CO2.
Zum Beispiel: Im Jahr 2005 lagen die Emissionen um 14,2 Mio. t über dem Basisjahr 1990 und um 24,5 Mio. t über dem Kyoto-Ziel von 68,8 Mio. t.

Unter Einbeziehung des JI/CDM-Programms liegen die Emissionen im Jahr 2005 um 22,5 % bzw. 15,5 Mio. t über dem Kyoto-Ziel.

Nehmen wir nun € 40,00 als Sanktion und als Nachkaufpreis € 20,00 an, dann ergäben sich daraus € 1 Mrd. (!!) pro Jahr.

 

 
Welche Alternativen gibt es zur Treibgasreduktion im eigenen Land?

Diese Alternativen werden als 'flexible Mechanismen bezeichnet:
  • Internationaler Emissionshandel: Das ist der Handel mit Assigned Amount Units (AAUs), das sind die den Staaten gemäß dem Kyoto Ziel zugeordneten Emissionszertitifikate
  • Clean Development Mechanism (CDM): Industriestaaten können Treibhausgasemissionen durch Projekte in Entwicklungsländern vornehmen und dafür national anrechenbare Reduktionszertifikate (sog. Credits) erwerben.
  • Joint Implementation (JI): Länder mit hohen Emissionsreduktionskosten können mit Ländern, die niedrigere Reduktionskosten aufweisen, kooperieren, und für die entstehende Verminderung der Treibhausgasemissionen 'credits' erhalten.

 

 
Was macht die österreichische Bundesregierung für die Zielerreichung?

In der Sitzung des Ministerrats am 21.3.2007 wurde die Anpassung der Klimastrategie beschlossen. Neben zahlreichen Maßnahmen, die in den verschiedenen Sektoren Beiträge zur Einsparung von Emissionen auslösen sollen, sind insbesondere nachstehende Maßnahmen zu nennen:
  • Aufstockung des staatlichen Ankaufsprogramms (JI/CDM Programm) für projektbasierte Zertifikate auf 9 Mio. t pro Jahr (in Summe 45 Mio. t)
  • Erhöhung der Mineralölsteuer um 3 bzw. 5 Cent pro Liter Benzin und Diesel
  • Einrichtung eines Energie- und Klimafonds mit einem Volumen von 500 Mio. €
Mehr darüber erfahren Sie weiter unten.

Logo des Programmes fuer den Ankauf von Emissionsrechten - Logo zur Homepage Das österreichische Programm für den Ankauf von Emissionsrechten beabsichtigt, 45 Mio. t Emissionsrechte für Kohlendioxidaequivalente anzukaufen.

Die Task Force Kyoto im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit - Link zur Task Force Kyoto Der Aufgabenbereich der 'Task Force Kyoto' im bmwa umfaßt generell die Wahrnehmung und zusammenfassende Behandlung aller die österreichische Wirtschaft berührenden bzw. in den Zuständigkeitsbereich des bmwa fallenden Agenden des Kyoto-Protokolls; insbesondere soweit sie mit Gestaltung und Umsetzung der Kyoto-Mechanismen (Emissions Trading, Joint Implementation, Clean Development Mechanism) in Zusammenhang stehen.

 

 
Der Klima- und Energiefonds

Am 21.3. wurde die Einrichtung eines Klima- und Energiefonds im Ministerrat beschlossen. 2007 sollen 50 Mio. Euro, in den Folgejahren 2008, 2009 und 2010 jeweils 150 Mio. Euro für den Fonds zur Verfügung gestellt werden (insgesamt 500 Mio. Euro). Der Fonds ist ein komplementäres Förderinstrument, das aus dem Budget finanziert und 3 Programmlinien umfassen wird:
  • Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltiger Energietechnologien
  • Projekte des öffentlichen Nahverkehrs sowie des umweltfreundlichen Güterverkehrs und Mobilitätsmanagements
  • Projekte zur Unterstützung zur Marktdurchdringung von klimarelevanten und nachhaltigen Energietechnologien
Es ist gelungen, im Ministerratsvortrag einen Technologie- und Energieträgerneutralen Ansatz sowie die Energieeffizienz für Forschung und Entwicklung hinein zu bekommen. Die Mittelherkunft wie auch Mittelaufteilung auf die einzelnen Programmlinien (bzw. zwischen den einzelnen Ressorts) sind noch nicht geklürt. Die IV fordert daher weiterhin, dass es zu keiner anteiligen Doppelbedeckung aus Forschungsgeldern kommt und der Fonds durch 'fresh money" finanziert wird.

Die Mittelaufteilung wird entweder im Gesetz oder durch politische Vereinbarung erfolgen. Die IV wird sich weiterhin für einen klaren Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und für Verankerung von Industrieinteressen in allen 3 Programmlinien einsetzen.

Das Gesetz zum Klima- und Energiefonds soll Anfang Juni im Parlament beschlossen werden.

(Zuständig in der Industriellenvereinigung: Isabella Meran-Waldstein )

 

 
Das Umweltbundesamt
Logo des Umweltbundesamts - Link zur Homepage Das Umweltbundesamt ist die Fachstelle des Bundes für Umweltschutz und Umweltkontrolle in Österreich und bearbeitet alle Bereiche des Umweltschutzes.

Auf dem Gebiet der Umweltkontrolle erhebt, analysiert und bewertet das Umweltbundesamt Daten über den Zustand und die Entwicklung der Umwelt in Österreich in allen Umweltbereichen. In Abständen von drei Jahren wird der medienübergreifende Umweltkontrollbericht (UKB) erstellt. Dieser Bericht beschreibt den Zustand und die Entwicklung der Umwelt in Österreich und wird dem Nationalrat vorgelegt.

Dazu gehören auch die Kyoto-Fortschrittsberichte:

 

 
Die Zuteilungen von Emissionen

  • Nationaler Aktionsplan 2005-2007 (668 KB)
  • Nationaler Aktionsplan 2008-2012 (534 KB)

    Der so genannte NAP 2 für die Jahre 2008-2012 sieht eine Reduktion der CO2-Emissionen der rund 200 beteiligten österreichischen Anlagen aus Energiewirtschaft und Industrie um rund 5,3 Millionen Tonnen pro Jahr (bzw. um 14 Prozent) gegenüber den erwarteten Trendwerten für 2008-2012 vor. Von der Gesamtzuteilungsmenge in Höhe von 32,8 Millionen Zertifikaten pro Jahr werden ein Reserveanteil von 1 Prozent (328.000 Zertifikate pro Jahr) sowie ein Versteigerungsanteil von 400.000 Zertifikaten pro Jahr zum Abzug gebracht. Die an bestehende Anlagen gratis zugeteilte Menge beträgt damit rund 32,1 Millionen Tonnen CO2.

 

 
Der Handel mit Emissionsrechten


Informationen zum EU-Emissionshandel

Das Lebensministeriums stellt laufend unter http://www.eu-emissionshandel.at aktuelle Informationen zum europäischen System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten bereit.

 

 
gesetzliche Grundlagen

Titelblatt des Emissionszertifikategesetzes BGBl. I 46/2004 Das EZG - Emissionszertifikategesetz BGBl. I 46/2004