OTS0167 5 II 0370 NHO0001 Di, 18.Sep 2007
Universitäten/OECD/Universitätsfinanzierung/Soziale Selektion
ÖH: OECD-Studie stellt Österreichs Bildung ein schlechtes Zeugnis aus
Utl.: Österreich hinkt sowohl in der Teilnahme an tertiärer
Bildung
als auch der Finanzierung der
Universitäten hinter dem
OECD-Schnitt nach
=
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft
wertet die heute erschienene OECD-Studie "Education at a Glance" als weiteres
klares Zeichen für Österreichs mangelndes Bekenntnis zu Bildung und fordert,
dass nun endlich aus der katastrophalen Bewertung Konsequenzen gezogen werden
müssen. "Die OECD-Studie zeigt deutlich, dass für Österreich, tertiäre Bildung
leider nach wie vor geringe Priorität besitzt - immerhin geben die OECD-Länder
durchschnittlich 1,9% des BIP für tertiäre Bildung aus, Österreich hinkt da mit
beschämenden 1,2% des BIP nach wie vor stark hinterher", empört sich Lisa
Schindler vom ÖH-Vorsitzteam und fordert von der Bundesregierung ein klares
Bekenntnis zu Bildung.
Allerdings befindet sich Österreich
nicht nur im Bereich der Universitätsfinanzierung weit unter dem
OECD-Durchschnitt, sondern es fehlt wohl ganz offensichtlich generell die
Bereitschaft Bildung zur Verfügung zu stellen. "Die AkademikerInnenquote in
Österreich liegt mit 20,4% erneut weit unter dem OECD-Schnitt mit 36,4%. Damit
liegen nur noch Deutschland, Slovenien und die Türkei hinter uns. Im Vergleich
mit der Spitzenreiterin Australien (59,4%) zeigt sich deutlich wie viel
Österreich tatsächlich noch aufzuholen hat um von einer ausreichend breiten
Universitätsbildung reden zu können", so Verena Czaby vom
ÖH-Vorsitzteam.
Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam) erklärt
weiter: "Auch die OECD-Studie zeigt neuerlich, dass ein klares Bekenntnis zu
Bildung und zu deren ausreichender Finanzierung selbstverständlich sein muss.
Die Studie bestätigt, dass eine gebildete Gesellschaft notwendig für die
wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes ist, weshalb dieses ein
breites Bildungsangebot zur Verfügung stellen sollte. Wir müssen also mehr Geld
pro Studentin und Student in die Hand nehmen und gleichzeitig mehr Studierende
an die Universitäten bringen."
"Ein weiteres großes
Problemfeld, das sich auch hier erneut offenbart, ist die soziale Selektion im
Bildungsbereich, in welcher sich Österreich besonders negativ hervortut. Hierbei
ist der Anteil der Studierenden aus AkademikerInnenfamilien 2,5 mal so hoch, wie
es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Damit befindet sich Österreich, was
diese soziale Schere betrifft an vorletzter Stelle hinter Portugal und ist
gefragt nun endlich zu handeln und sozial schwächere Studierende gezielt zu
fördern", betont das ÖH-Vorsitzteam
unisono.
Rückfragehinweis:
Österreichische
HochschülerInnenschaft (ÖH)
Olivia Weiss,
Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52
211
mailto:olivia.weiss@oeh.ac.at www.oeh.ac.at
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OTS0167
2007-09-18/12:26
181226 Sep 07
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